Natürliche Verhütung

Die natürliche Verhütung basiert auf den biologischen Abläufen im Körper der Frau. Das bedeutet, dass die fruchtbaren Tage der Frau bestimmt werden, um dann einige Tage vorher und während dieser Zeit auf Geschlechtsverkehr zu verzichten bzw. auch nur dann zu verhüten.

Sicherheit

Der Pearl-Index liegt bei 35 bis 1, d.h. von sehr gering bis gut. Am sichersten ist eine Kombination von Billings- und Temperaturmethode.

Vorteil

Sie können auf einen größeren Eingriff in ihren Körper bzw. ihren Hormonhaushalt verzichten. Außerdem bekommen Sie ein besseres Körpergefühl, weil Sie bewusster auf Ihren Körper achten müssen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie dafür lediglich Kurvenblätter aus der Apotheke und ein Thermometer benötigen.

Nachteil

Sie ist riskanter als die Barrieremethode (z.B. Kondom) oder die chemische Verhütung. Sie ist relativ aufwendig und muss konsequent durchgeführt werden, ansonsten wird sie schnell wirkungslos.

Methoden:


Temperaturmessung

Bei dieser Verhütungsvariante müssen Sie regelmäßig jeden Morgen Ihre Temperatur messen. Durch Beobachtung der Temperaturschwankungen kann dabei der Eisprung und damit die fruchtbaren Tage errechnet werden. In Verbindung mit der Billingsmethode (s.u.) kann dies relativ genau bestimmt werden, allerdings ist eine disziplinierte Vorgehensweise und eine gute Selbstbeobachtung notwendig. Äußere Faktoren, die eine Temperaturschwankung auslösen können (Stress, Krankheit etc.), müssen auch beachtet werden.

Billingsmethode

Die Billingsmethode geht davon aus, dass eine Befruchtung nur dann stattfinden kann, wenn ein fadenziehender Schleim im Gebärmutterhals auftritt. Drei bis vier Tage vor dem Eisprung verflüssigt sich dieser Schleim nämlich, damit die Samenfäden eindringen können. Die Untersuchung muss täglich durchgeführt werden. Dabei muss aus der Scheide etwas Schleim entnommen werden, der dann zwischen zwei Fingern gezogen wird. Gelingt dies nicht, d.h. lässt sich der Faden nicht ziehen, steht der Eisprung auch nicht an. Alleine ist diese Methode sehr unsicher, in Kombination mit der Temperaturmethode kann die Sicherheit allerdings erheblich verbessert werden.

Die Knaus-Ogino-Methode (Kalendermethode)

Laut Berechnungen findet bei einem vierwöchigen Zyklus der Eisprung vom 12. bis 16. Tag statt. Bezieht man dazu noch die drei Tage ein, an denen die Samen befruchtungsfähig bleiben, ergibt sich eine mögliche Befruchtung zwischen dem 10. und 17. Zyklustag. Da eine 12-monatige Zyklusbeobachtung notwendig ist und sich selbst dann die Periode der Frau nicht immer nach den Kalendertagen richtet, ist diese Methode sehr unsicher und wird nicht von uns empfohlen.




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